Konzeption Kleine Arche (ohne Bilder)

Einleitung

 

Die Krippe Kleine Arche entstand unter der Trägerschaft der Ev. Luth. Kirchengemeinde. Die ersten Kinder sind am 1. August 2012 aufgenommen worden. Die Kinderkrippe erweitert das derzeit angebotene Betreuungsangebot der Kindergärten in Kellinghusen. Das Ziel ist es, den Kindern und ihren Eltern, ein vom christlichen Grundgedanken geprägtes Umfeld zu bieten, das freie Entfaltung zulässt und den Kindern Lust und Spaß auf das Abenteuer Leben macht.

 

Leitbild

 

„Die Welt hat es verdient entdeckt zu werden.“

„Wir sind die kleinen Wichtel, gemeinsam besuchen wir eine Kindertagesstätte.

Dort können wir gemeinsam viel entdecken und lernen. Hier gibt es viele tolle Dinge, genügend Raum und die nötige Zeit um groß zu werden. Dabei begleiten uns neben dem pädagogischen Personal auch unsere Eltern und Geschwister. Sie geben uns Herzenswärme, Sicherheit und Obhut.

Die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Erzieherinnen und den Eltern schafft dafür den Rahmen. Dadurch entsteht Vertrauen; jeder Mensch ist verschieden und hat ein Recht auf individuelle Entwicklung.

Jedes Kind wird bedingungslos

akzeptiert und respektiert.

Vielschichtige Projekte und Kooperationen zu anderen Kindergruppen; Einrichtungen und Institutionen

helfen uns unsere Umwelt zu erkunden und uns zu eigenständigen,

verantwortungsvollen und selbstbewussten Menschen zu entwickeln.

Jeder kann sein eigenes Tempo bestimmen und wächst so zur Persönlichkeit heran. Dabei steht Selbstvertrauen als Fundament für Lebensfreude in allen Lebenslagen im Fokus.

 

Unsere Kinder

Jedes Kind ist ein eigenständiges Wesen, das durch seine individuelle Persönlichkeit und

äußeren Eindrücke beeinflusst und geprägt wird. Kinder sind interessiert und neugierig, sie sollen ihren Forscherinstinkt frei entfalten und mit allen Sinnen ihre Stärken entwickeln.

Gerade unsere Jüngsten sind enthusiastische Erfinder und ideenreiche Forscher, dabei unterstützen und begleiten wir die Kinder in einer familiären Atmosphäre.

Forscherbild

Kreativität und die Entwicklung ihrer eigenen Realität zwischen Wirklichkeit und Fantasie sollte sich ungezwungen entwickeln können. Kinder lernen spielerisch durch individuelle Erfahrungen und alters entsprechende Angebote.

 

Pädagogischer Ansatz

 

Das Team der Kleinen Arche setzt die gesetzlichen Rahmenbedingungen in seiner täglichen Arbeit unsere pädagogischen Ansätze um. Diese sind vielschichtig und beruhen auf dem Grundprinzip der christlichen Erziehung. Dieses bietet viel Raum für soziales, musisches, haptisches, schöpferisches und kognitives Lernen. Oder wie Maria Montessori sagte:

Hilf mir, es selbst zu tun

Das Kind soll dort abgeholt werden, wo es steht. Für spontane Aktivität ist in diesem Zusammenhang jedoch jederzeit Platz.

Wir regen die Kinder an sich in ungezwungener Umgebung ganzheitlich zu entwickeln, dafür bieten wir abwechslungsreiche Angebote. Denn nur mit der entsprechenden Begleitung können Kinder die nötigen Basiskompetenzen frei und spielerisch erwerben.

 

Aufgaben des Teams

 

Die große Herausforderung besteht darin, die „hundert Sprachen“ der Kinder zu verstehen. Dabei muss die Individualität jedes einzelnen Kindes beachtet werden. Stärken wollen wir fördern und Schwächen verstehen.

Wir sehen uns als Begleiter für diesen Lebensabschnitt.

Wir bieten altersgemäße Kommunikation und fördern die Eigeninitiative und Kreativität.

Dabei stärken wir

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das Selbstwertgefühl und vermeiden Wertung. Wir bieten eine angenehme Erfahrungswelt in geborgener Umgebung und begleiten behutsam die Entwicklung jedes einzelnen Kindes.

 

Rahmenbedingungen

 

Wir betreuen Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres gegebenenfalls aber auch bis zum Übergang in einen Kindergarten.

 

Die Öffnungszeiten sind von:

Montag bis Freitag: 8.00 – 13.00/15.00 Uhr

Dabei bieten wir die Möglichkeit den Frühdienst individuell ab 07:30 Uhr zu buchen.

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr, sowie drei Wochen in den Sommerferien ist die Kleine Arche geschlossen. Eventuelle Brückentage werden rechtzeitig angekündigt.

Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der jeweiligen Betreuungszeit.

Das Frühstück wird vom Team zum Teil gemeinsam mit den Kindern zubereitet, dabei wird sehr viel Wert auf die Qualität der Nahrungsmittel gelegt und deshalb verwenden wir hauptsächlich frische Produkte. Begleitend wird reichlich Obst und Gemüse angeboten.

Ein fester Bestandteil der Ganztagsgruppe ist das täglich frisch auf den Tisch gelieferte Mittagessen. Das Essengeld wird monatlich zusammen mit dem Kindergartenbeitrag auf das Kindergartenkonto überwiesen.

Die Nachmittagsverpflegung bringt jedes Kind von zu Hause mit. Getränke stehen jederzeit zur Verfügung.

 

Unsere Räume

 

Die Krippe befindet sich in der unteren Etage der Arche in der Lindenstraße im Herzen von Kellinghusen direkt neben der Cyriacuskirche. Dort stehen uns zwei komplett eingerichtete Gruppenräume zur Verfügung, diese verfügen jeweils über eine Küche und altersgemäße Sanitärräume.

Zusätzlich steht unserer Krippe ein schön eingerichtetes Außengelände und ein freundliche Empfangsbereich zur Verfügung, indem auch die Eltern gerne verweilen können. Die hellen Räume sind mit den nötigen Ruhezonen, Spiel- und Aktionszonen eingerichtet.

Geeigneter Treffpunkt für Eltern, Kinder und das Team ist die große Empfangshalle.

Auf dem Außengelände steht eine Holzhütte für Gerätschaften und Draußenspielzeug.

Der große Garten, ist durch einen Zaun gesichert und bietet so viel Platz für unbeschwertes Spiel. Ein Sandkasten und ein Klettergerüst laden die Kinder ebenfalls ein.

Im Matsch- und Feuchtraum kann nach Herzenslust mit verschiedensten Materialien experimentiert werden.

 

Ein Tag in der Kleinen Arche

 

Von 7:30 - 8:00 Uhr beginnen wir den Tag mit dem Frühdienst. Von ist 8:00 - 8:30 Uhr ist Bringzeit und anschließend beginnt das Freispiel. Danach gibt es Frühstück um 9:00 Uhr. Von 9:30 - 10:00 Uhr findet der Morgenkreis statt, indem Fingerspiele und kleine Spiele angeboten werden und es wird gemeinsam gesungen. In regelmäßigen Abständen findet auch in der Krippe ein Religionskreis statt.

 

Von 10:30 - 11:15 Uhr Freispiel. Die Kinder können in den Räumen die Spiel- und Bastelangebote nutzen oder spielen, dabei stehen den Kindern sowohl die beiden Gruppenräume, als auch der Schlafraum und der große Flur zur Verfügung. Bei entsprechendem Wetter wird das Außengelände und die Veranda mit genutzt. An bestimmten Tagen steht ein Ausflug, zum Beispiel zum Wochenmarkt auf dem Aktionsprogramm. Danach wird aufgeräumt und die Kinder werden gewickelt bzw. die Selbstgänger benutzen die Toilette. In beiden Gruppen steht als nächstes die Vorbereitung des Mittagessens an.

Von 11:30 - 12:00 Uhr findet das Mittagsessen statt.

Beim Essen muss man sich Zeit nehmen, denn nur so kann man das Essen auch genießen. Obligatorisch ist vor dem Essen das gemeinsame Händewaschen. Nach dem Essen wird wieder nach Bedarf gewickelt.

Von 12:00 - 14:30 Uhr wird in der Sternengruppe geschlafen und es ist Mittagsruhe angesetzt. Die Kinder der Sonnengruppe werden bis 13:00 Uhr abgeholt. Ab 14:30 Uhr bekommen die Sternenkinder noch einen Nachmittagssnack und werden in Zeit zwischen 14:30 und 15:00 Uhr ebenfalls abgeholt.

 

 

All das lerne ich in der Krippe

 

Verantwortung für mein Handeln entwickeln

alleine auf die Toilette gehen

Hilfsbereitschaft

Fürsorge und Einfühlungsvermögen

Aufbau von Vertrauensverhältnissen

Bildung von Freundschaften

Gemeinsame Erlebnisse machen Spaß

Sozialkompetenzen im Umgang mit Großen und Kleinen

Selbstbewusstsein, das kann ich alleine

Anziehen, ausziehen, umziehen

Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zum Ausdruck bringen

Konfliktlösestrategien, ich löse meine Streitigkeiten mit Worten

mein und dein kennen lernen und akzeptieren

Ja und Nein unterscheiden

Grenzen kennen lernen und akzeptieren

Rücksicht auf andere Menschen nehmen

 

Eingewöhnung

 

Die 10 goldenen Regeln meiner Eingewöhnung:

Liebe Mama, lieber Papa,

in meiner ersten Kinderkrippenzeit helft ihr mir am meisten, wenn ihr mir schon zuhause erzählt, was mich in der Kleinen Arche erwartet. Es ist wichtig, dass ihr überzeugt davon seid, ein Kindergartenbesuch gut für mich ist. Es beruhigt mich am Anfang, wenn ich weiß, dass ihr in dieser Zeit bei mir bleibt. Ich will allein entscheiden, wann und wem ich spielen möchte. Vielleicht brauche ich Zeit, um anderen Kinder zu beobachten und mich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Wenn ihr weggeht, seid ehrlich zu mir: Eine Absprache ist besser, als falsche Hoffnungen zu wecken. Auch wenn ich weine, verabschiedet euch bitte kurz von mir – ich werde ganz bestimmt getröstet. Wenn ihr beruhigt seid, ruft doch einfach nach 10 Minuten in der Kleinen Arche an; warscheinlich spiele ich dann schon längst. Wenn es mir schlecht geht, rufen meine Erzieherinnen an.

 

 

Beziehungsebene

 

Wir können auch alle gemeinsam Freude haben.

Ich darf und soll auch Fehler machen und aus meinen eigenen Erfahrungen lernen. Der Gang zur Toilette wird geübt, und ich darf die Hose auch einmal verkehrt herum anziehen. Ich darf mich in den Räumen und auch auf dem Außengelände ausprobieren und so an meine Grenzen herantasten. Dabei wird mir genug Zeit gegeben mich einzugewöhnen und meine eigenen Erfahrungen zu machen. Dabei unterstützen mich die Erzieherinnen mit entsprechend viel Zeit und natürlich meine Eltern. Diese Eingewöhnungsphase ist immer individuell und soll die Trennung von den Eltern erleichtern. Dabei arbeiten Eltern und Erzieher sehr eng zusammen bilden die Grundlage

für eine lange vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im stetigen Dialog und bei Tür- und Angelgesprächen wird immer wieder über den aktuellen Stand der Entwicklung gesprochen.

 

Das besondere an der Kleinen Arche

 

Die Krippe in der Kleine Arche erweitert das Angebot der Ev. Luth. Kirchengemeinde, um den Eltern eine lückenlose Betreuung ihrer Kinder von 0- 6 Jahren anbieten zu können. Die Kleinsten können bereits ab 10 Wochen in der Kleinen Arche betreut werden. Unsere Kinder lernen ihrerseits frühzeitig größere Kinder und die späteren Betreuungspersonen kennen. So entsteht schon sehr früh eine elementare Vertrauensbasis. Sobald die Kinder der Kleinen Arche entwachsen, können sie aufsteigen in die verschiedenen Kindergärten in Kellinghusen. Dort ist das Betreuungsangebot entsprechend angepasst und wird den Ansprüchen der Kinder gerecht. Hier kann sich das Kind hinreichend weiter entwickeln und wird individuell gefördert. Hat das Kind das dritte Lebensjahr vollendet, steht die Auswahl zwischen fünf verschiedenen Kindergärten, die in ihren Angeboten nicht vielfältiger sein könnten. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Krippen und Kindergärten ist ein harmonischer Übergang gewährleistet. Die professionelle Kooperation schafft optimale Voraussetzungen und die verschiedenen Altersgruppen brauchen sich die Kinder nicht ständig neu eingewöhnen, neue Vertrauensbrücken schlagen und können somit ihre Stärken selbstbewusst entwickeln. Das schafft Freiräume und bringt neue Ideen in den Krippenalltag.

 

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Das sind wir, das Team

 

Sonnengruppe

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Sternengruppe

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Wer trägt die Verantwortung

 

Die Trägerschaft der Kleinen Arche obliegt der Ev.Luth. Kirchengemeinde Kellinghusen. Diese ist entsprechend verantwortlich für die personellen und materiellen Rahmenbedingungen der Krippe. Die Umsetzung obliegt dem Kirchengemeinderat. Der direkte Ansprechpartner für organisatorische sowie pädagogische Fragen ist die/der Kindergartenleiter/in der Kirchengemeinde Kellinghusen.

 

Beirat

 

Der Beirat besteht Idealerweise zu gleichen Teilen aus Eltern, Mitarbeitern und Vertretern der Kirche. Hierzu wird ein Beirat aus Vertretern aus Kindergarten und Krippe gewählt.

 

 

Elternarbeit

 

Der Kindergarten ist eine Familien ergänzende und unterstützende Einrichtung.

Aus diesem Grund ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Eltern und Erzieherinnen von großer Bedeutung und zum Wohle der Kinder unbedingt erforderlich.

Um eine gute Beziehung entstehen zu lassen, ist es uns von Anfang an wichtig, dass sich die Eltern und Kinder bei uns wohl fühlen.

 

Beschwerdemanagement

 

In unserer Kinderkrippe haben wir ein strukturiertes und altersgemäßes Beschwerdemanagement entwickelt und wenden dieses auch aktiv an.

 

Dazu haben wir für die Kinder Ansprechpersonen für alle Formen der Beschwerden angegeben. Die eingegangenen Beschwerden werden dokumentiert. Die Bearbeitung der Beschwerden werden in einem gemeinsamen Prozess mit den Kindern evaluiert und anschließend gemeinsam bearbeitet, erprobt, überprüft und weiterentwickelt. Danach wird über interne Veränderungsprozesse diskutiert.

In besonderen Fällen, wie bei tätlichen und sexuellen Übergriffen, wird das Kind mit seinen Empfindungen ernst genommen. Zur weiteren Abklärung wird eine fachkompetente Person hinzugezogen. Selbstverständlich werden die Eltern darüber informiert. Für die Kinder ist es wichtig, die Selbstwirksamkeit bei einer Beschwerde zu erleben. Das ist für den Entwicklungs- und Bildungsprozess von Kindern von hoher Bedeutung. Das Erleben einer Wirkung versichert den Eltern den verlässlichen Qualitätsverbesserungsprozess in der Einrichtung.

 

Religionspädagogik

 

Wir erleben mit den Kindern christliche Gemeinschaft und zeigen ihnen, wie Glauben im Alltag gelebt wird. Wir wecken in ihnen die Neugier nach dem Woher und Wohin des Menschen, Tieren und der ganzen Welt. Wir verarbeiten mit ihnen gemeinsam Freude, Schmerz und Betroffenheit. Eine wichtige Aufgabe sehen wir darin, ein Vorbild zu sein und das Miteinander in der Kleinen Arche menschlich und lebendig zu gestalten. Regelmäßig besucht uns unsere Diakonin, um den Kindern Religion nahe zu bringen.

 

Eingewöhnungszeit

 

Ein sanfter Übergang Ihres Kindes aus dem familiären Umfeld in die Kleine Arche ist von großer Bedeutung. Eine stabile Beziehung zu einer zunächst fremden Person kann nur allmählich aufgebaut werden. Dies ist am ehesten gewährleistet, wenn die Gewöhnung an die neue Umgebung, die anderen Kinder und die noch nicht vertrauten Erwachsenen langsam und unter Begleitung der Eltern vonstatten geht.


Die Eingewöhnungszeit ist kein starres Modell, sondern orientiert sich individuell an den Bedürfnissen des Kindes. In den meisten Fällen dauert der Beziehungsaufbau etwa 14 Tage,
im Einzelfall auch mal drei Wochen, bei manchen Kindern sind auch nur wenige Tage ausreichend.

Es genügt, wenn Sie mit Ihrem Kind in den ersten Tagen für eine Stunde in der Krippe sind. Wir werden Sie bitten zu bestimmten Zeiten zu kommen, da es für Ihr Kind leichter ist, wenn es zunächst immer auf die gleiche Situation trifft. Die Eingewöhnung wird bei uns immer von zwei pädagogischen Fachkräften gemacht.

Details, wie sich eine individuelle Eingewöhnung gestaltet, erfahren Sie entweder beim ersten Besichtigungstermin oder direkt in der Eingewöhnungsphase.

 

Leitlinien zum Kindeswohl

 

Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes verpflichten wir uns, die uns anvertrauten Kinder respektvoll zu behandeln und für eine Atmosphäre der Wertschätzung zu sorgen.

Das heißt auch, Kinder dürfen nicht herabgesetzt, beleidigt und beschimpft werden.

 

Kinder sind einmalig und von Gott gewollt, und wir nehmen sie in unseren Kindertagesstätten so an, wie sie sind.

Wenn ein Kind besonderen Förderbedarf hat, dann bieten wir Hilfen an, vermitteln Unterstützungsangebote für die Eltern und bringen Hilfsmöglichkeiten auf den Weg.

 

Wir nehmen die Anliegen der Kinder ernst.

Im Bedarfsfall bieten wir ihnen zeitnah Hilfe und Unterstützung zur Problemlösung.

 

Die Würde jedes einzelnen Kindes ist für uns sehr wichtig.

Dazu gehört auch die Wahrung der Intimsphäre, beispielsweise, keine Beobachtung oder Störung beim Toilettengang, Wickeln von Kleinkindern ausschließlich in zurückgezogenen Bereichen.

Wir bieten den Kindern Schutzräume.

Damit haben sie das Recht auf Rückzugsmöglichkeiten innerhalb des Gruppengeschehens, das Recht auf freie Meinung, das Recht auf freies Spiel und das Recht auf freie Entfaltung. Dazu gehört auch das Recht auf die freie Äußerung von Gefühlen, wie z.B. Wut, Traurigsein und Fröhlichkeit und vor allem die Möglichkeit, Bildungsprozesse in eigener Geschwindigkeit vollziehen zu können.

Wir schützen die uns anvertrauten Kinder vor psychischer und physischer Gewalt.

Das bedeutet, Kinder dürfen nicht geschlagen, angeschrien, ignoriert, herum-gezerrt, ausgegrenzt oder erniedrigt werden.

Wir nehmen die Unterschiede im Hinblick auf Kultur, Religion und Herkunft wahr, akzeptieren und respektieren sie.

 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

 

In Schleswig Holstein werden alle Belange der Kindertagesstätten im Kindertagesstättengesetz (KiTaG) und in der dazugehörigen Verordnung (KiTaVO) geregelt. Die Kindertagesstätte hat einen eigenen Bildungs- Erziehungs- und Betreuungsauftrag, nachzulesen im § 4 KiTaG und bundesweit übergeordnet in § 22 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG). Darüber hinaus fühlen wir uns den Vorschriften des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) verpflichtet. Die Gesetze und Vorschriften können bei uns im Haus eingesehen werden.

 

Die Ev.-luth. Kirchengemeinde verpflichtet als Träger der Einrichtung dazu, ausschließlich nur solche Personen zu beschäftigen, die nicht nach §72a SGB VIII vorbestraft sind. Ein entsprechendes Erweitertes Führungszeugnis, dass mindestens alle fünf Jahre aktualisiert werden muss ist obligatorisch.

 

Wir sind eine öffentliche Einrichtung, in der Trägerschaft der Kirchengemeinde Kellinghusen, die durch Zuschüsse des Landes, des Kreises Steinburg, den Elternbeiträgen, der Stadt Kellinghusen und der Kirchengemeinde finanziert und unterstützt wird.

 

Schlusswort

 

Anders als früher, ist es für eine Kirchengemeinde nicht mehr ohne weiteres möglich, einen eigenen Kindergarten zu unterhalten. Das Kindertagesstättengesetz, das 1991 in Kraft getreten ist, regelt die Zuständigkeiten. Danach ist es Sache der Kommunen, für genügend Kindergartenplätze zu sorgen. Uns ist es als Träger des Kindergartens Schulberg wichtig, für Kinder einen Raum zu schaffen, in dem sie mit dem Evangelium Jesu Christi in Berührung kommen. Durch die religionspädagogische Ausrichtung unserer Einrichtung erfahren die uns anvertrauten Kinder etwas von der christlichen Religion und erhalten Zugang zu ihr. Daher ist es für unsere Kirchengemeinde und den Kirchenvorstand ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeindearbeit. Bewusst ergeht das Angebot an alle Kinder, ohne Rücksicht auf weltanschauliche und konfessionelle Zugehörigkeit, denn das Angebot Gottes gilt allen Menschen, egal, wie sie sich später auch entscheiden. Darüber hinaus wird auch für die Eltern ein Stück gelebtes Christsein deutlich und sichtbar. Die Arbeit des Kindergartens wirkt dadurch auch in die Familien hinein und bildet die Basis für ein weiteres aktives Leben in unserer Gemeinde.

 

Pastor Lothar Volkelt